Bittagen Montag der 6. Osterwoche

Gott, unser Vater, der unsere Bitten hört, sei mit dir.

Die drei Tage vor dem Fest Christi Himmelfahrt sind in der katholischen Kirche Gebetstage für verschiedene menschliche Bedürfnisse, insbesondere für die irdische Ernte und den Segen der menschlichen Arbeit.

Jesus, du hast die Kräfte der Natur befohlen. Herr, erbarme dich unser. 

Du hast den Hungrigen Brot gegeben. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns auf die Liebe und Macht des Vaters hingewiesen. Herr, erbarme dich unser.

Kardinal Ratzinger befasste sich mit der Frage der Gebetserhörung. Ich weiß nicht, ob ich es kurz und bündig interpretieren kann. Es stammt aus dem Lukasevangelium. „Wenn du böse bist und weißt, wie du deinen Kindern gute Geschenke machen kannst, wie viel mehr wird der Vater vom Himmel denen den Heiligen Geist geben, die ihn darum bitten?“ (Lukas 11:13). Mit anderen Worten: Gott kann, wenn wir ihn um etwas bitten, nichts anderes geben als sich selbst. Um bestimmte Dinge und Geschenke zu bitten, ist ein wichtiger Teil unseres Gebets. Wir präsentieren alle unsere Angelegenheiten. Wir bitten um günstiges Wetter, um eine gute Ernte, um die Gesundheit unserer Kinder, um Frieden in der Welt. Wenn wir beten, kommt es darauf an, ob wir mit Gott vereint sind. Ich stehe mit allem, was ich habe, mit allem, was mir gehört, vor Gott. Entscheidend ist jedoch nicht die Dringlichkeit, sondern der Grad der Akzeptanz bzw. der Grad der Vereinheitlichung. Leider muss man zugeben, dass nicht jedes Gebet uns mit Gott vereint und daher keine Wunder bewirken kann. Das Problem liegt auf unserer Seite. Auch Jacobs’ Brief weist auf etwas in dieser Richtung hin, im Sinne eines unbeantworteten Gebets. Er schreibt: „Lassen Sie uns zugeben, dass Sie beten und nicht empfangen, weil Sie schlecht beten.“ Die Heiligen zeigen uns, dass Gott unsere Gebete erhören wird, wenn wir vertrauensvoll beten und mit Jesus vereint sind. Nicht jedes Gebet ist gleich. Aber eines ist sicher. Gott ist unser Vater, er wird uns geben, was wir brauchen. Das lesen wir im Evangelium. Die Lehrer des spirituellen Lebens fordern uns auf, voller Zuversicht zu beten. Wenn wir darüber verzweifeln, ob Gott unsere Bitten beantworten wird, warten wir nicht darauf, dass Gott unsere Gebete tatsächlich erhört. Es gibt überhaupt keinen Grund daran zu zweifeln, dass Gott unsere Bitten erhören wird. Die Heiligen sind der beste Beweis dafür. Auch zwei herausragende Meister des spirituellen Lebens kamen hierher. Johannes vom Kreuz und Thomas von Aquin. Sie ermutigen uns auch zum Beten.

Der Geist Gottes lehrt uns beten. In diesem Geist beten wir mit den Worten Jesu.

Wer in Jesus Christus ist und wer auch immer Jesus Christus ist, ist in Gott. Deshalb fragen wir.

Jeder, der fragt, wird bekommen.

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